IoT Anwendungen der Präzisionslandwirtschaft: 7 Beispiele aus der Praxis

Zusammenfassung

IoT verändert die Präzisionslandwirtschaft grundlegend, indem sie Feldsensoren, Bewässerungssysteme, Maschinen und Wetterstationen miteinander vernetzt, sodass Landwirte die Bedingungen aus der Ferne überwachen, Routineaufgaben automatisieren und Wasser sowie andere Ressourcen genau dort und genau dann einsetzen können, wo und wann sie benötigt werden. Von der Überwachung der Bodenfeuchte und der Messung des Pflanzensaftflusses bis hin zur umfassenden Koordination des gesamten Maschinenparks auf einer Fläche von Tausenden von Acres trägt vernetzte Technologie dazu bei, Verschwendung zu reduzieren, Betriebskosten zu senken und nachhaltigere Anbaumethoden zu fördern. Praxisbeispiele von Unternehmen wie Hexagon, IRROMETER, CropX und WiseConn belegen messbare Verbesserungen bei der Effizienz, beim Wassersparen und beim Pflanzenmanagement.

Die Technologie verändert die Art und Weise, wie Landwirte ihre Kulturen überwachen, den Wasserhaushalt steuern, Maschinen bedienen und auf sich ändernde Bedingungen auf dem Feld reagieren. Anstatt auf einem gesamten Feld einheitlich vorzugehen, hilft die Präzisionslandwirtschaft den Landwirten, anhand detaillierter Daten Entscheidungen für einzelne Felder, Zonen oder Pflanzen zu treffen.

Das US-Landwirtschaftsministerium beschreibt die Präzisionslandwirtschaft als einen Ansatz, bei dem die richtigen Ressourcen zur richtigen Zeit am richtigen Ort eingesetzt werden. Sensoren, GPS, drahtlose Netzwerke, automatisierte Geräte, Cloud-Plattformen und Analysetools helfen Landwirten dabei, zu ermitteln, wie viel Wasser, Dünger, Pflanzenschutzmittel, Arbeitskraft oder Energie an einem bestimmten Standort benötigt wird.

Die Verbreitung nimmt weiter zu. Daten des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) aus dem Jahr 2023 zeigen, dass 70 Prozent der großen Ackerbaubetriebe Lenk- und Autolenksysteme einsetzten, während 68 Prozent Ertragsmessgeräte, Ertragskarten oder Bodenkarten nutzten. (Economic Research Service)

Kurzantwort: Wie wird „ IoT “ in der Präzisionslandwirtschaft eingesetzt?

Das Internet der Dinge unterstützt die Präzisionslandwirtschaft, indem es Feldsensoren, Maschinen, Bewässerungsanlagen, Wetterstationen, Kameras und Steuerungssysteme miteinander vernetzt. Diese vernetzten Geräte erfassen und übertragen Daten, sodass Landwirte die Bedingungen aus der Ferne überwachen, Routineabläufe automatisieren, Ressourcen gezielter einsetzen und schnell auf Probleme im Zusammenhang mit Wetter, Maschinen oder Ernten reagieren können.

Was ist Präzisionslandwirtschaft?

Präzisionslandwirtschaft, auch als „Precision Farming“ oder „Smart Farming“ bezeichnet, ist der Einsatz von Daten und Technologien zur Steuerung landwirtschaftlicher Betriebe unter Berücksichtigung der tatsächlichen Bedingungen an bestimmten Standorten.

Bei herkömmlichen Anbaumethoden werden Wasser, Dünger oder Pflanzenschutzmittel oft gleichmäßig auf der gesamten Fläche ausgebracht. Dank der Präzisionslandwirtschaft können Landwirte Unterschiede hinsichtlich Bodenbeschaffenheit, Feuchtigkeit, Wetter, Pflanzengesundheit und Pflanzenentwicklung berücksichtigen.

Ein System für die Präzisionslandwirtschaft kann Folgendes umfassen:

  • Sensoren für Bodenfeuchte, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Nährstoffe
  • GPS und Satellitenortung
  • Wetter- und Mikroklima-Messstationen
  • Drahtloses Mesh-Netzwerk, „ Mobilfunk “ oder Funkverbindung mit großer Reichweite
  • Kameras, Drohnen und Satellitenbilder
  • Automatisierte Pumpen, Ventile, Sprühgeräte und Zuführsysteme
  • Cloud-basierte Plattformen für landwirtschaftliche Daten
  • Mobile Dashboards, Benachrichtigungen und Fernsteuerung
  • Analysen zu Bewässerung, Anbau, Ernte und Geräteeinsatz

Diese Technologien helfen Landwirten dabei, von pauschalen Zeitplänen und Schätzungen zu Entscheidungen überzugehen, die auf aktuellen Felddaten basieren.