Wir freuen uns, die bevorstehende allgemeine Verfügbarkeit von DAL OS 26.2 LTS bekannt zu geben – unsere zweite jährliche Firmware-Version mit Langzeitunterstützung (LTS) für das Betriebssystem „Digi Accelerated Linux“ (DAL OS). Parallel zu diesem Meilenstein bei der Firmware haben wir kontinuierlich Verbesserungen an Digi Remote Manager (DRM) bereitgestellt, die die Verwaltung Ihrer vernetzten Geräteflotte schneller, intelligenter und intuitiver machen. Hier finden Sie alles, was Sie wissen müssen.
Software-Updates sind unerlässlich, um die Leistung zu optimieren, das Benutzererlebnis zu verbessern und ein hohes Maß an Sicherheit zu gewährleisten. Digi hat es sich zur Aufgabe gemacht, regelmäßig Firmware-Updates für unsere Netzwerklösungen bereitzustellen – dabei werden Sicherheitspatches und Fehlerbehebungen zeitnah bereitgestellt und gleichzeitig kontinuierlich neue Funktionen eingeführt, die die Einsatzmöglichkeiten Ihrer Mobilfunk , -Server und -Infrastrukturmanagementsysteme erweitern.
DAL OS ist vollständig in DRM integriert, und gemeinsam bieten diese beiden Softwareplattformen Anwendern und Netzwerkadministratoren Transparenz und nahtlosen Zugriff auf den vollen Nutzen ihrer Geräte – ganz gleich, wo diese eingesetzt werden.
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Neuerungen in DAL OS 26.2 LTS
Verbesserungen bei der Integration von Remote Manager
Mehrere Verbesserungen in 26.2 LTS machen die Verbindung zwischen Gerät und Cloud leistungsfähiger und effizienter:
- Sie können nun einen SIM-Steckplatzwechsel direkt über die DRM-API oder über „Actions“ auslösen, wodurch die Fernverwaltung von SIM-Karten auf Geräten mit mehreren SIM-Steckplätzen zu einer vollwertigen Funktion wird.
- Geringerer Systemaufwand: Wir haben die im Hintergrund stattfindende Erfassung Mobilfunk – die alle 10 Sekunden erfolgt – erheblich optimiert und so den CPU- und Ressourcenverbrauch auf dem Gerät selbst reduziert.
Schnellere Firmware- und Dateiübertragungen: Durch Änderungen der Blockgröße im EDP-Protokoll werden drahtlose Firmware-Updates und Dateiübertragungen (wie beispielsweise das Herunterladen von Support-Berichten) über DRM erheblich beschleunigt.
Intelligentere Verwaltung von Mobilfunk
Mobilfunk ist das Herzstück eines Digi-Routers, und die Version 26.2 LTS bringt mehrere Verbesserungen hinsichtlich der Art und Weise, wie Geräte APNs auswählen und nutzen:
- Die Standardauswahl für den APN greift nun auf die von Digi zusammengestellte integrierte APN-Liste zurück, wodurch Mobilfunk erstmalige Mobilfunk optimiert wird, da das Ausprobieren von selten zutreffenden, obskuren oder netzbetreiberspezifischen APNs entfällt.
- Benutzerdefinierte APN-Konfigurationen können nun auf einen bestimmten Netzbetreiber oder eine bestimmte PLMN-ID beschränkt werden – wodurch sich Multi-SIM-Bereitstellungen mit verschiedenen Netzbetreibern deutlich einfacher konfigurieren lassen.
- „vzwinternet“ wurde an den Anfang der Liste der integrierten APNs von Verizon verschoben, und „broadband“ sowie „nrbroadband“ stehen nun ganz oben auf der AT&T-Liste, wodurch sich die Zeit bis zur ersten Verbindung in den gängigsten Anwendungsfällen verkürzt.
Überarbeitete Web-Benutzeroberfläche
Die Weboberfläche für lokale Geräte wurde in Version 26.2 LTS grundlegend überarbeitet. Sie passt sich nun dem Layout und Format von DRM an und verfügt über eine Navigationsleiste auf der linken Seite, die für ein einheitliches Erlebnis bei der lokalen und der Cloud-Verwaltung sorgt. Neben der optischen Auffrischung lädt die Seite „Gerätekonfiguration“ nun bis zu zehnmal schneller – selbst auf Geräten mit komplexen Konfigurationen, umfangreichen Firewall-Regeln oder zahlreichen Peripheriegeräten an seriellen und USB-Anschlüssen. Was früher viele Sekunden dauerte, wird nun in weniger als einer Sekunde geladen.

Verbesserungen beim WAN-Bonding
Benutzerdefinierte Einstellungen (lokale oder serverseitige Überschreibungen), die auf die WAN-Bonding-Konfiguration von saneclient angewendet werden, bleiben nun auch nach einem Neustart erhalten. Bisher mussten diese bei jeder Verbindung des Geräts erneut angewendet werden – diese Einschränkung wurde nun behoben.
Verbesserungen bei SNMP und Containern
- SNMP unterstützt nun SHA-2- und AES-Verschlüsselungs- und Hash-Optionen und entspricht damit modernen Sicherheitsstandards.
- Die Container-Konfiguration wurde um neue Optionen für benutzerdefinierte LXC-Startparameter sowie um erweiterte Funktionen zum Einbinden von Verzeichnissen und zum Erstellen von Symlinks ergänzt – was komplexere containerisierte Workloads am Netzwerkrand ermöglicht.

Updates für Digi IX25
Für Kunden, die den Digi IX25 Mobilfunk nutzen, bietet 26.2 LTS folgende Vorteile:
- Ein neues Energieprofil des Thermal-Monitor-Systems, das den Stromverbrauch dynamisch senkt und nicht kritische Dienste deaktiviert, sobald das Gerät erhöhte CPU-Temperaturen feststellt – ideal für Gehäuse mit hohen Temperaturen oder solar- bzw. batteriebetriebene Anlagen.
- OS-Aktivierungsmodus – ein neuer Mechanismus zur Produktregistrierung für das IX25 und zukünftige Digi-Produkte. Die Geräte stellen Digi Remote Manager Aktivierung eine einmalige Erstverbindung zum Digi Remote Manager her, wodurch die Hardware-Garantie und die Abonnementdaten dauerhaft mit dem Konto verknüpft werden. Nach der Aktivierung ist das Gerät während seiner gesamten Lebensdauer voll funktionsfähig – auch ohne laufendes Abonnement.
Durch MNaaS ermöglichte Verbesserungen (für alle Kunden verfügbar)
Mehrere im Rahmen der Digi/Ventus MNaaS-Lösung entwickelte Verbesserungen bieten weitreichende Vorteile:
- Der VPN-Verbindungstyp in DRM erkennt nun, ob ein Gerät über einen IPsec- oder GRE-Tunnel mit DRM verbunden ist, und bietet so einen besseren Überblick darüber, wie ein Gerät die Cloud erreicht.
- Geräte melden nun sofort alle lokalen Konfigurationsänderungen an DRM, wodurch umgehend ein Vorlagenscan und eine Korrekturmaßnahmen ausgelöst werden. Dies sorgt für eine strengere Durchsetzung der Compliance-Vorgaben und schließt die Lücke zwischen lokalen Änderungen und zentral verwalteten Richtlinien.
- IPsec-Remote-Peer-Endpunkten kann nun ein aussagekräftiger Name zugewiesen werden, der in der CLI, der Web-Benutzeroberfläche und im DRM angezeigt wird – wodurch sich Konfigurationen mit mehreren Tunneln einfacher verwalten lassen.
- Es wurde eine korrekte Behandlung der Abhängigkeiten von Transporttunneln für GRE-in-IPsec-Konfigurationen hinzugefügt.

Nach FIPS 140-3 validiert
Wir sind stolz darauf, bekannt geben zu dürfen, dass DAL OS die FIPS 140-3-Validierung erhalten hat, die am 13. Februar 2026 erteilt wurde und bis zum 10. März 2030 gültig ist. Damit verbessern wir unseren Status von der FIPS 140-2-Konformität (die wir vor etwa drei Jahren erreicht haben) auf die neueste und strengste Stufe der NIST-Kryptografie-Validierung.
FIPS 140-3 verschärft die Anforderungen, indem nur zugelassene kryptografische Algorithmen zugelassen werden und die Überprüfung von Softwarekomponenten einer zusätzlichen Prüfung unterzogen wird. Wichtig ist, dass diese Validierung universell für alle Produkte gilt, auf denen das DAL-Betriebssystem läuft – sie ist nicht auf bestimmte SKUs oder Hardwarekonfigurationen beschränkt. Für Kunden aus den Bereichen Regierung, Verteidigung, Gesundheitswesen und regulierten Branchen ist dies ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal: ein Betriebssystem, eine Validierung, jede Digi-Plattform.
Neuerungen in Digi Remote Manager
MCP Server – Jetzt allgemein verfügbar
Digi Remote Manager enthält Digi Remote Manager einen allgemein verfügbaren MCP-Server (Model Context Protocol), über den KI-Agenten und -Tools wie Cursor, Claude und andere eine direkte Verbindung zu Ihrem DRM-Konto herstellen können. Kontoadministratoren können den Zugriff auf den MCP-Server unter „Kontoeinstellungen“ aktivieren.
Sobald die Verbindung hergestellt ist, kann ein KI-Agent den Gerätestatus, Datenströme, Benutzerinformationen und vieles mehr abfragen – damit ist er ein leistungsstarkes Werkzeug für Einblicke in den Gerätebestand, die Fehlerbehebung und die Automatisierung von Arbeitsabläufen. Wenn Sie schon immer einmal eine Frage in natürlicher Sprache zu Ihrem Gerätenetzwerk stellen und eine umsetzbare Antwort erhalten wollten, ist dies genau die richtige Funktion für Sie.
Schnellfilter (gespeicherte Suchanfragen)
Suchanfragen in der Geräteliste können nun mit einem einzigen Klick gespeichert und wieder aufgerufen werden. Über ein neues Disketten-Symbol in der Suchleiste können Sie jeden aktuellen Filter benennen und speichern – ganz gleich, ob es sich um eine Filterung nach Gerätetyp, Verbindungsstatus, Betriebszustand oder einem anderen Spaltenattribut handelt. Gespeicherte Filter stehen jederzeit zur Verfügung, um Ihre Geräteübersicht schnell einzugrenzen, ohne dass Sie die Suchkriterien jedes Mal neu eingeben müssen.
Geräteeinstellungen sind schreibgeschützt, wenn sie über eine Vorlage verwaltet werden
Um Verwirrung bei der Konfiguration zu vermeiden, werden Geräteeinstellungen nun im schreibgeschützten Modus angezeigt, wenn ein Gerät über eine Vorlage verwaltet wird. Ein deutlich sichtbarer Hinweis am oberen Rand der Einstellungsansicht macht darauf aufmerksam, dass die Vorlage die maßgebliche Quelle ist, und weist die Benutzer an, entweder die Vorlage zu bearbeiten oder das Gerät in den Debug-Modus zu versetzen, bevor sie Änderungen vornehmen. Damit wird ein häufiges Support-Szenario vermieden, bei dem lokale Änderungen beim nächsten Vorlagen-Scan unbemerkt überschrieben wurden.
Schaltflächen für den Mehrfachauswahl-Spaltenfilter
Die Spaltenüberschriften in Gerätelisten enthalten nun Schaltflächen für die Mehrfachauswahl. Anstatt dass Benutzer das genaue Suchwort eingeben müssen, werden beim Klicken auf einen Spaltenfilter nun alle gültigen Optionen als auswählbare Kontrollkästchen angezeigt – was das Filtern nach Verbindungstyp, Status und anderen Attributen erheblich vereinfacht.
Steuerung von Firmware-Benachrichtigungen für Unterkonten
Administratoren von Hauptkonten können nun festlegen, ob Warnmeldungen zu veralteter Firmware für Unterkonten angezeigt werden und ob Nutzer von Unterkonten diese Einstellung überschreiben können. Damit wird einer häufigen Anforderung in Unternehmen Rechnung getragen, bei der zentrale IT-Teams die Firmware-Verwaltung steuern und nicht möchten, dass Nutzer von Unterkonten eigenmächtig auf Aktualisierungsaufforderungen reagieren.
Weitere Verbesserungen
- Registerkarte „eSIM-Registrierung“ in der Benutzeroberfläche
- Änderungen an den Vorlageneinstellungen führen nun dazu, dass Geräte korrekt in den Konformitätsstatus „unbekannt“ versetzt werden
- Benachrichtigungen zu Ereignissen beim Hinzufügen oder Entfernen von Geräten umfassen bis zu 20 Geräte-IDs
- Unterstützung für 18-stellige ICCIDs
Sicherheitsupdates
26.2 LTS enthält einen aktualisierten LTS-Linux-Kernel (Version 6.18.1) sowie Aktualisierungen vieler wichtiger Komponenten der Firmware. Eine vollständige Liste der Sicherheitspatches finden Sie in den Versionshinweisen.
Wer sollte ein Update durchführen?
- Alle LTS-Kunden – 25.2 LTS erhält keine Sicherheitspatches mehr. Ein Upgrade auf 26.2 LTS ist erforderlich, um weiterhin Sicherheitsupdates zu erhalten. Außerdem werden dadurch alle Funktionen der Feature-Releases für 2025 freigeschaltet (einschließlich 5G-Multi-Slicing, eSIM-Unterstützung, erweiterte Standortdienste und erweiterte query_state-Metriken).
- An alle IX25-Nutzer – 26.2 LTS ist nun die Produktionsversion für IX25-Geräte. Falls Sie eine Vorab- oder Beta-Firmware verwenden, aktualisieren Sie bitte auf diese Produktionsversion.
Hinweis: Digi EX50 und Digi TX40 sind in dieser LTS-Version nicht enthalten, da derzeit Probleme mit den WLAN-Kernel-Treibern behoben werden. Sobald diese Treiberaktualisierungen abgeschlossen sind, wird ein Patch-Release für diese Plattformen folgen.
Vollständiger Changelog
Ausführliche Informationen zu Fehlerbehebungen, Sicherheitsupdates und weiteren Verbesserungen nach Produktfamilie finden Sie in den Versionshinweisen auf dem Digi-Dokumentationsportal.
Bei Fragen oder wenn Sie Hilfe bei der Aktualisierung Ihrer Geräte benötigen, wenden Sie sich bitte an das Digi-Support-Team.
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